Der kleine Grosse Held

Der kleine Michał ist 1,5 Jahre alt. Er ist ein wunderhübscher, lächelnder und kluger Knabe. Wie jedes Kind in seinem Alter ist er fröhlich und resolut und seine Neugier der uns umgebenden Welt lässt ihm nicht mehr als ein paar Sekunden sitzend aushalten.
Als Michał 5 Monate alt war, wurde bei ihm bei einer routinemäßigen ärztlichen Ultraschalluntersuchung der Nieren, die wegen der nach der Geburt überstandenen Harnwegeinfektion erforderlich war, eine knotige Veränderung im linken Nierenbereich entdeckt worden.

Uns wurde gesagt, es sei höchstwahrscheinlich ein Tumor. Unterwegs nach Abteilung für Kinderonkologie und –hämatologie der Uniklinik in Krakau konnten wir noch nicht daran glauben, was geschehen ist. So ein kleiner Krümel kann doch nicht an einem Krebs erkrankt sein… Die Ärzte haben uns jedoch unsere Illusionen beraubt. Verdacht – BÖSARTIGER TUMOR – Neuroblastom. Nach ca. 5 Wochen Untersuchungen wurde der Verdacht erhärtet und der kleine Michał wurde zur chirurgischen Tumorentfernung zugelassen (Dezember 2011).
Die Untersuchungen haben ergeben, dass der Tumor örtlich abgegrenzt ist, deshalb nach der Entfernung der Veränderung und der linken Nebenniere wurde die Behandlung ohne Chemotherapie abgeschlossen. Michał wurde in eine Risikogruppe eingestuft, in der die Wahrscheinlichkeit des Rückfalls sehr gering war.

Wir waren damals sehr froh, dass unser Kleiner einer schweren Behandlung nicht unterzogen wird, dass die Krankheit mit der Entfernung des Tumors zu Ende kommt, dass wir frühzeitig reagiert haben und es werden nur periodische Kontrolluntersuchungen erforderlich. Wir haben die Kontrolluntersuchungen jeden Monat durchführen lassen und sie haben nur bestätigt, dass alles in Ordnung ist.

Alles hat sich im Juli 2012 geändert (über 6 Monate nach der Entfernung), als bei Michał ein sehr kleiner und anscheinend ganz ungefährlicher blauer Fleck unter Auge aufgetreten ist. Wenn nach einigen Wochen das blaue Fleckchen nicht verschwinden wollte, haben wir uns beunruhigt. Unser Kinderarzt hat uns eine Konsultation bei einem Augenarzt empfohlen. Die Untersuchung des Augengrundes hat nichts Böses ergeben, aber wegen der onkologischen Vorgeschichte hat die Augenärztin Michał zur CT-Untersuchung des Kopfes überwiesen. 

Die Ergebnisse waren klar – Krankheitsrückfall – pathologische Veränderung – ein Tumor in der Augenhöhle. Außer der Augenhöhle hat der Tumor auch schon Lymphknoten befallen. Diesmal wurde Michał in die höchste Risikogruppe eingestuft, in der Kinder nur ungefähr 30-40% Chancen für langjähriges Überleben haben.

Sofort ist der Angst um Gesundheit und Leben unseres kleinen Sohnes, den wir schon fast überwunden haben, zurückgekommen. Wir sind wieder in der Abteilung für Kinderonkologie und 
-hämatologie der Uniklinik in Krakau gelandet. Die behandelnden Ärzte haben sehr schnell den Kampf mit der Krankheit angefangen indem sie die aggressivsten Behandlungsmethoden eingesetzt haben. Die Behandlung ist momentan noch im Gange und der tapfere kleine Michał tröstet uns mit seinem ansteckenden Lachen, als ob er uns sagen möchte „Es wird alles wieder gut”.

Es ist vor kurzem ein Jahr vergangen, seit wir von der schweren Krankheit unseres Sohnes erfahren haben, und seit dem Rückfall sieht unser Leben ganz anders aus. Das Krankenhaus ist zu unserem zweiten Haus und die Ärzte und das Krankenhauspersonal fast zur Familie geworden (ringsherum sind viele neue Tanten, die Michał lieb hat).

Und unser kleiner Held? Er hat bessere und schlechtere Tage, aber er ist stets fröhlich und lässt anderen nicht spüren, dass er mit der schrecklichen Krankheit kämpft. Als ob er wüsste, dass seine Nächsten den Glauben brauchen. Den Glauben, dass wir uns jeden Tag dem Ziel nähern und unser Ziel ist Genesung.

Momentan hat er schon acht schwere Chemotherapiezyklen hinter sich. Er hat sie sehr sehr tapfer ertragen. Ende Dezember lassen wir Untersuchungen durchführen, die uns zeigen werden, wie wirksam der Tumor auf die Behandlung angesprochen hat. Werden die Ergebnisse zufriedend, dann wird Michał im Januar 2013 eine der schwersten Behandlungsetappen vor sich haben, nämlich die Hochdosis-Chemotherapie (s.g. Megatherapie) und danach autologe Knochenmarktransplantation und im Februar Strahlenbehandlung.

Leider sind damit alle Möglichkeiten erschöpft, diese Erkrankung in Polen zu behandeln. Es ist aber ein weiterer Kampf möglich, der die Überlebenschancen um 20% erhöht. Es handelt sich dabei um eine Behandlung mit Antikörpern in Deutschland. Polnischer Nationaler Gesundheitsfonds lehnt leider die Finanzierung solcher Behandlung ab, deshalb ist diese Behandlungsphase davon abhängig, ob wir es schaffen, den erfoderlichen Betrag i.H.v. ca. 147.000,00 € zu sammeln. Für uns, Eltern, ist dieser Betrag nicht zu erreichen. Deshalb wenden wir uns an alle guten Menschen mit der Bitte um Unterstützung. Wir wenden uns an Sie. Helfen Sie uns, diesen ungleichen Kampf zu gewinnen. Helfen Sie uns, das Leben unseres kleinen Sohnes zu gewinnen. Wir glauben und hoffen sehr stark, dass das alles einen Sinn hat und dank Hilfe aller guten Menschen und der göttlichen Vorsehung unser Kleiner seine Gesundheit wiedererlangt…

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